Social Media Kanäle - eine Übersicht

Aktualisiert: 23. Juni

Neben den "Klassikern" Facebook, Instagram, Twitter und Co. gibt es auch Social Media Kanäle, die weniger bekannt sind. Aber welche? Und sind sie vielleicht auch für dein Business interessant?


"Das bisschen Social Media - das machst du doch nebenbei." So denken immer noch viele, wenn es darum geht, schnell mal das anstehende Event oder die nächsten Produkt News in den beliebten Kanälen zu posten. Arbeitsvolumen und Zeitaufwand werden dabei total unterschätzt. Genauso wie die Kenntnisse und Kompetenzen, die ein Social Media Manager mitbringen sollte. Allerdings überschätzen sich auch viele, die im Social Media Business einsteigen wollen, weil sie privat viel und oft posten. Die Bedienung von Social Media ist einfach und intuitiv. Da denkt man schnell: Das kann doch jeder.


Doch wenn es um die professionelle Umsetzung geht, merkt man schnell: hier geht es um die hohe Kunst der Unternehmenskommunikation. Ohne umfassendes Knowhow und ohne eine Social Media Strategie ist eine professionelle Kommunikation gar nicht mehr so einfach. Nicht zu vergessen: hinter den Plattformen stehen riesige Konzerne. Das Meta-Universum mit Facebook, Instagram und WhatsApp oder Twitter - hier ist immer noch die Übernahme durch Elon Musk (44 Milliarden) im Gespräch. Google ist mit einem Markenwert von 458 Milliarden US-Dollar weltweit eine der wertvollsten Marken (Nr. 3 nach Amazon und Apple). Soziale Netzwerke sind komplexe und professionelle Plattformen mit vielfältigen Werbe- und Monetarisierungsmöglichkeiten.


Die Auswahl ist riesig - eine Übersicht

Zu Social Media gehören aber nicht nur die klassischen und bekannten Netzwerke, sondern auch Foren, Bookmarking-Portale, Frageplattformen, Wikis oder Bewertungsplattformen.


Social Media Prisma (Quelle: Ethority)

Bevor es um ein professionelles Profil in sozialen Netzwerken geht, muss überhaupt erst einmal im Rahmen einer Social Media Strategie eine Auswahl getroffen werden. Welche Kanäle sind für mein Unternehmen und meine Marke relevant? Wo erreiche ich meine Zielgruppe? Die wichtigsten Kanäle kennen alle - selbst die, die Social Media "verteufeln": Facebook, Instagram, Pinterest, usw. Wir wollen euch in diesem Artikel weitere Kanäle vorstellen, die ihr vielleicht gar nicht auf dem Schirm hattet. Denn auf den bekannten Plattformen wird es immer schwieriger, Reichweite aufzubauen ohne massiv in Ads zu investieren. Hier eine Übersicht der Kategorien.

  • Social Netzwerke: Facebook

  • Micro-Blogs: Twitter

  • Business-Netzwerke: Xing, LinkedIn, Google My Business

  • Bilder-Netzwerke: Pinterest, Instagram, Flickr

  • Video-Portale: Youtube, Vimeo, Twitch

  • Content-Portale: Tumblr, Torial, Medium, Bloglovin

  • Präsentations-Plattformen: Slideshare

  • Frage-Plattformen: wer-weiss-was, gutefrage.de

  • Social-Bookmark-Portale: Mister Wong, Diigo, Delicious, Digg

  • Social-News-Aggregatoren: Reddit, 10000flies, Flipboard

  • Wikis: Wikipedia, wikihow

  • Bewertungsplattformen: Yelp

  • Social-Shopping: Etsy, eBay

  • Location Based Services: Foursquare


Die Klassiker


Facebook

Auf Facebook tauschen sich die User über Statusmeldungen, Bilder, Videos, Links und Stories aus. Interaktion erfolgt über den Gefällt mir -Button oder die Kommentarfunktion. Hier erfolgt der Meinungsaustausch. Öffentliche Beiträge können geteilt werden. Unternehmens-Seiten nutzen Facebook, um ihre Zielgruppe auf dem Laufenden zu halten, sie über Veranstaltungen zu informieren und suchen über Gruppen den direkten Dialog.



Instagram

Aus dem anfänglichen reinen Bildernetzwerk für Teenager und junge Menschen ist nach der Übernahme durch Facebook ebenfalls ein komplexer Distributionskanal zum Teilen von Bildern, (Live-)Videos und Storys geworden, die heute professionell von Influencern und Unternehmen genutzt wird. Hashtags (#) und Handles (@) gehören zur Netzwerkkultur. Sie erhöhen die Reichweite.


Twitter

Twitter ist nach Facebook die zweitgrößte Social Media Plattform. Der Micro-Bloggingdienst ist das ideale Netzwerk für aktuellen Informationsaustausch. Texte mit maximal 280 Zeichen, Bilder, GIFs und Videos werden hier in Echtzeit kommuniziert. Durch Hashtags(#) und Handles(@) vergrößerst du die Sichtbarkeit und deine Reichweite. Durch Retreets werden Informationen geteilt und weiter verbreitet.


Xing

Xing ist die wichtigste Business (B2B) - Plattform im DACH-Bereich. Hier geht es um berufliche Kontakte. Unternehmen präsentieren sich auf Arbeitgeber-Profilen. Das besondere an Xing sind die Xing-Gruppen: Mitglieder tauschen sich über branchenspezifische oder regionale Themen aus. Xing-Mitglieder diskutieren aber nicht nur im virtuellen Raum, sie treffen sich auch auf Xing-Events. Auch als Karriere-Netzwerk hat Xing eine große Bedeutung für die Kandidatensuche (Recruiting) und für das Employer Branding.


LinkedIn

LinkedIn ist das internationale Karriere-Netzwerk. Hier treffen sich Fach- und Führungskräfte und vernetzen sich. Für Unternehmen gibt es Unternehmensseiten, die mehrere Fokusseiten haben können (für Unternehmensbereiche, Produkte oder Marken). Wie Xing hat auch LinkedIn Gruppen, in denen sich die Mitglieder über spezielle Themen austauschen und diskutieren.


Pinterest

Auf Pinterest werden Bilder und Videos auf Pin-Boards gesammelt und sind so für andere sichtbar. Diese visuellen Pins führen direkt auf Landing Pages. Dies und vor allem die langfristige und gute Sichtbarkeit der Pins sorgen dafür, dass sich Pinterest zum Traffic-Booster entwickelt hat. Das haben unlängst auch Unternehmen entdeckt und setzen auf Pinterest - insbesondere im B2C-Umfeld.


Flickr

Auf Flickr stehen Bilder und Videos zum Austausch im Fokus. In Gruppen werden veröffentlichte Medien thematisch zusammengefasst - man kann auch nach Farben sortieren. User können Gruppen folgen, Fotos kommentieren; auch das Zuordnen eines Standortes ist möglich. Flickr bietet auch eine Nachrichtenfunktion namens FlickrMail.

Wenn du in der Bilder-Suche von Google gefunden werden willst, solltest du darüber nachdenken, Flickr zu nutzen.



Redaktions- und Blogger-Netzwerke


Medium

Bei Medium handelt es sich um ein Redaktions-Netzwerk. Hier geht es vor allem um den Austausch von Fachbeiträgen und Geschichten. Medium ist interessant, wenn es um die Zweitverwertung von Blogbeiträgen geht. Es eignet sich aber auch als Hauptveröffentlichungskanal, wenn du z.B. keinen eigenen Blog hast. Medium zeichnet sich vor allem durch eine sehr engagierte und interaktive Leserschaft aus.


Tumblr

Auf Tumblr veröffentlichen die Nutzer Texte, Bilder, Zitate, Chatlogs, Links und Video- bzw. Audiodateien. Außerdem kannst du Beiträge rebloggen oder im eigenen Tumbleblog übernehmen. In Deutschland lässt der Erfolg noch auf sich warten. In den USA ist Tumblr aber bereits sehr erfolgreich.


Torial

Das Redaktions-Netzwerk Torial wendet sich vor allem an Journalisten. Trotzdem wollen wir es kurz erwähnen. Wegen der interessanten Beiträge und Geschichten eignet sich die Plattform sehr gut, um Bloginhalte zu verbreiten, wenn es dir darum geht, Inhalte über Journalisten zu streuen.


Bloglovin'

Bloglovin' ist ein Blogger-Netzwerk und wendet sich vor allem an Food-, Lifestyle- und Modeblogger. Aufgrund der großen Community eignet sich das Netzwerk, Nischen zu erschließen oder mit Influencern Kontakt aufzunehmen.


Youtube

Youtube ist das bekannteste Video-Netzwerk, die zweitgrößte Suchmaschine, aber auch ein soziales Netzwerk mit Abonnenten, Likes und Kommentaren. Viele Influencer haben ihr Netzwerk auf Youtube aufgebaut und verdienen sehr viel Geld damit. Youtube gehört seit 2006 zum Google-Konzern.


Reddit

Reddit ist eines der beliebtesten Social-News-Aggregatoren. Reddit-User treffen sich in kleinen Communitys (Sub-Reddits). Jedes Reddit-Mitglied erhält Karma-Punkte. Damit werden Kommentare und Beiträge von anderen bewertet. Um eigene Inhalte in den Sub-Reddits zu veröffentlichen, benötigst du allerdings auch eine gewisse Anzahl an Karma-Punkten oder einen bestimmte Karma-Score.


Tiktok

Hier beginnen Trends. Das ist gleich der erste Satz, mit dem Tiktok für seine Plattform wirbt. TikTok ist ein Videoportal. Gestartet mit lustiger Lippensynchronisation von Musikvideos hat Tiktok mittlerweile viel mehr zu bieten. Das chinesische Unternehmen ByteDance liefert Raum und Features für kreative Video-Clips. In China läuft Tiktok unter dem Namen Douyin. Tiktok ist vor allem bei jungen Menschen sehr beliebt, wie bei allen Netzwerken, ziehen aber Erwachsene und Unternehmen nach.


Snapchat

Snapchat ist ein kostenloser Instant-Messaging-Dienst zur Nutzung auf Smartphones und Tablets. Snapchat ermöglicht es, Fotos und andere Medien, die nur eine bestimmte Anzahl von Sekunden sichtbar sind, bevor sie automatisch entfernt werden, an Freunde zu versenden. Wie bei Tiktok ist auch bei Snapchat die Zielgruppe tendenziell eher jung. Snapchat punktet mit lustigen Gesichtsfiltern und Standort-Funktionen. Wer sich mit seinen Produkten an junge Menschen richtet, sollte Snapchat mit in seine Social Media Strategie aufnehmen.


Jetzt bist du dran: Welche Netzwerke sind für dich bzw. für deine Zielgruppe interessant und damit relevant? Wo erreichst du potentielle Kunden? Und vor allem wie? Hast du die Kapazitäten, einen Account mit gutem Content regelmäßig zu füllen? Oder reicht es, eine Advertising Strecke zur Promotion einer Produkteinführung zu fahren? Das und mehr entwickelst du in einer Social Media Strategie.


Weiterführenden Informationen

https://247grad.de/blog/social-media/tumblr-kurz-erklaert/

https://ethority.de/das-neue-social-media-prisma-20172018-wandel-durch-disruptive-innovation/


Bildquellen: Unsplash / Wix

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