top of page
  • Autorenbildsylkeki

Berufsbild: Social Media Manager:in

Aktualisiert: 30. Juli 2023

Für Social Media Manager:innen gibt es kein einheitlich definiertes Berufsbild. Die Reichweiten der Social Media Plattformen haben sich schneller entwickelt und damit auch die Chancen für das Marketing als die Entwicklung des eigentlichen Berufsbildes.

Dein wichtigstes Utensil: das Handy

Hier vorweg die wichtigsten Aufgabenbereiche von Social Media Managerinnen in der Übersicht.

  • Strategie

  • Change Management/ Überzeugungsarbeit

  • Content Management/ Koordination sämtlicher Social-Media-Aktivitäten

  • Qualitätssicherung der Inhalte

  • Community Management

  • Monitoring/Reporting

Während große Unternehmen die Möglichkeit haben, ein komplettes Team für die genannten Aufgabenbereiche zu beschäftigen, laufen in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMUs) die Social Media Aktivitäten oft über einen Schreibtisch – und das auch noch neben den klassischen Marketing-Aufgaben. Selbstständige erledigen Social Media oft on top - neben dem eigentlichen Business.


Social Media Manager:in vs. Community Manager:in

Aus der Community Manager:in hat sich Mitte 2008 das Berufsbild der Social Media Manager:in heraus gebildet. Hier die heutige Differenzierung dieser beiden Berufsbilder:

  • Die Arbeit der Social Media Manager:innen bezieht sich auf die strategische Ausrichtung von Social Media Aktivitäten - sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens. Die Social Media Manager:innen sind Dreh- und Angelpunkt sämtlicher Aktivitäten auf ausgewählten Plattformen, planen, koordinieren und überprüfen sämtliche Maßnahmen.

  • Community Manager:innen stehen dagegen in vorderster Front im direkten Dialog mit den Followern und Abonnent:innen. Sie geben dem Unternehmen ein Gesicht und agieren als Markenbotschafter. Sie beobachten und moderieren Interaktionen und lenken bei Krisenkommunikation oder einem Shitstorm ein. Der Community Manager kennt seine Community, stellt relevanten Content und Events ein.

So die Theorie und Definition des BVCM (Bundesverband Community Management e.V.).

Das Berufsbild des Social Media Managers

Beschreibung der Aufgabenbereiche

Strategie: Je nach Social Media Status im Unternehmen gehört zur Social Media Strategie ein internes Audit, die Analyse der jeweiligen Plattformen mit Zielgruppenausrichtung und die Evaluation der Ressourcen. Hier werden Ziele und Kennzahlen definiert, an denen sich die Strategie und die Inhalte orientieren.


Change Management: Im Change Management wird die Basis geschaffen. Change Manager:innen unterstützen die jeweiligen Abteilungen im Unternehmen. Oft müssen sie noch Überzeugungsarbeit leisten und Prozesse aufsetzen, damit die Social Media Beteiligten den richtigen Input aus den Abteilungen bekommen.


Content Management und Koordination sämtlicher Aktivitäten: hier entstehen die Redaktionspläne. Hier werden die passenden Creatives erstellt - immer passend zum jeweiligen Kanal und zur Zielgruppe.


Qualitätssicherung: Diese Aufgabe ist besonders wichtig, wenn Agenturen mit der Contenterstellung beauftragt werden. Vergibt man diese Aufgabe an Externe, sind eine oder mehrere Abstimmungsrunden erforderlich. Die Freigabe muss von Mitarbeiter:innen des Unternehmens kommen.


Community Management: Community Manager:innen haben immer die Interaktion, das Engagement im Blick. Sie agieren als Moderator:innen, beantworten Fragen und reagieren auf Anregungen. Sie können am besten beurteilen, ob sich aus einer Beschwerde ein Shitstorm entwickelt und verhindern diesen im günstigsten Fall.


Monitoring: Hier werden die Social Media Aktivitäten beobachtet und bewertet. Je mehr gemessen wird, desto genauer können die Ziele bewertet werden. Einige machen dies händisch und schreiben Interaktion und Engagement in Exceltabellen. Andere nutzen spezielle Tools.


Anforderungsprofil

Der BVCM hat zusammen mit Praktikern aus dem Social-Media-Umfeld und HR-Spezialist:innen ein Kompetenzmodell entwickelt. Welche Kompetenzen müssen Social Media Manager:innen mitbringen.

  • Fachliche Kompetenzen: Hier geht nicht nur um Branchenkenntnisse des jeweiligen Unternehmens. Als Social Media Manager:in sollte man sich mit allen gängigen sozialen Netzwerken bestens auskennen und auf dem neuesten Stand sein. Darüber hinaus sollten Bewerber:innen solide Kenntnisse im Marketing (Zielgruppen/Kundenaufbau, Marketingkonzeption, Kampagnenumsetzung), Online Marketing (SEM) und Public Relations (Reputation Management, Influencer Relations) mitbringen. Von Vorteil sind auch Basiskenntnisse in diesen Bereichen: Unternehmensstruktur/Strategie, Allgemeinwissen, Online Recht, IT-Kenntnisse, Webtechnologien, Webanalyse (Reporting/Monitoring), Web-Engineering (Usability, User Experience).

  • Methodenkompetenzen: Organisation, Präsentation, Moderation, konzeptionelle Fähigkeiten

  • Persönliche Kompetenzen: Webaffinität, Offenheit, Leidenschaft/Spaß am Netzwerken, Lernbereitschaft, Kreativität, Belastbarkeit, Flexibilität.

  • Soziale Kompetenzen: Teamfähigkeit, kommunikative Kompetenz, Empathie

  • Führungskompetenzen: Durchsetzungsvermögen, Entscheidungskompetenz, Projektmanagement

Ausbildung zur Social Media Manager:in

Bisher gibt es in Deutschland keine genormte Ausbildung zur Social Media Manager:in. Studiengänge in Kommunikationswissenschaften, Unternehmenskommunikation, Medienmanagement, Marketing und Betriebswirtschaftslehre sind aber eine gute Basis für eine Junior-Position.

Darüber hinaus gibt es ein großes Angebot an Weiterbildungen, E-Learning-Plattformen oder Spezialisierungen. Selbstredend, dass ein Angebot wie „in drei Tagen zum Social Media Manager“ nicht zu den seriösen Angeboten zählt. Bei Anbietern wie OMR oder SMA liegt man aber richtig, denn die Referent:innen kommen aus der Praxis und können durch Kampagnen ihrer Kunden Best Practices liefern.

Beim Verband BVCM kann man sich zertifizieren lassen, wenn man schon einige Jahre Praxis mitbringt. Auch die IHK bietet einen 14-tägigen Intensiv-Kurs mit abschließendem Zertifikat an. Das könnte gehen, wenn man schon einige Jahre learning by doing mitbringt. Für Anfänger:innen finde ich 14-Tage allerdings ziemlich "sportlich". Schau einfach in das Angebot der IHK in deiner Nähe.

Die Fachhochschulen in Köln bieten verschiedene Studiengänge und Zertifikatslehrgänge für Social Media Manager:innen an. Ob in Präsenz- oder Remotelehrgängen gibt es neben einem Theorieteil auch Praxis-Einblicke. Die THM (Technische Hochschule Mittelhessen) in Gießen bietet einen Bachelorstudiengang Social Media Systems an. Hier handelt es sich um ein sechs-semestriges Vollzeitstudium.


Egal für was du sich entscheidest, erst in der Praxis sammelst du selbst Erfahrungen.


Hier eine tolle Liste mit interessanten MOOCs (Massive Open Online Courses), Online Lernformate für Social Media Manager:innen.


Fachblogs, Veranstaltungen, Barcamps

Ob neue Funktionen, Trends oder rechtliche Bestimmungen, in Fachblogs werden alle aktuellen Veränderungen, Tipps und Trick kommuniziert. Es lohnt auf jeden Fall ein Blick in die bekannten Blogs. Eine Übersicht findet ihr in meinem Blogbeitrag ‚Die besten Social Blogger‘.



Veranstaltungen und Fachkonferenzen, Barcamps

Vielleicht habt ihr schon an der einen oder anderen Fachmesse oder Veranstaltung teilgenommen oder davon gehört. Es lohnt sich auf jeden Fall, diese Events zu besuchen.

Generell bieten die Messen ein buntes Potpourri aus Ausstellung großer (Facebook, Instagram, Google usw.) und kleiner Anbieter, ein tolles Schulungsprogramm mit Best Practices und einem netten Rahmenprogramm. Lohnt sich immer, auch zum Networking - ist aber nicht ganz billig.


Falls du über eine Fortbildung oder Zertifizierung zur Social Media Manager:in nachdenkst, folge uns auf Instagram, Facebook, Pinterest.

Melde dich gerne per E-Mail – wir freuen uns, gemeinsam diesen Weg mit dir zu gehen, uns auszutauschen oder ein Netzwerk für Einsteiger:innen und Nutzer:innen aufzubauen.



Bildquellen: Pexels / Unsplash

Textquellen: Vivian Pein Social Media Manager Handbuch

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comentarios


bottom of page