Starte in deinen Miracle Morning

Aktualisiert: 15. Feb.



Wie beginnst du den Tag? Kommst du als Eule nur schwer aus dem Bett und startest im Halbschlaf deinen Morgen? Dein Kreislauf kommt erst nach 3 Tassen Kaffee in Schwung? Oder bist du der Typ 'Der frühe Vogel fängt den Wurm' und versuchst bereits vor der Arbeit alle möglichen Aufgaben zu erledigen: Stullen für die Kids schmieren, schnell noch die Spülmaschine ausräumen; nebenbei schlürfst du deinen Cappuccino im Bad und machst dich alltagstauglich für das Büro?




Starte jetzt mit der etwas anderen Morgenroutine

Wer eine Stunde früher aufsteht und mit einer sanften Morgenroutine den Tag beginnt, soll nachweislich weniger gestresst und deutlich glücklicher sein. Das Ritual soll uns um ein Drittel produktiver machen.


Hal Elrod hat den 'Miracle Morning' und die darin enthaltenen Life-S.A.V.E.R.S. nach einem Unfall ins Leben gerufen - 6 Dinge, die man in die Morgenroutine aufnehmen sollte.


S = Stille

Starte deinen Tag mit einer kurzen Meditations- oder Achtsamkeitsübung. Es reichen schon 10 Minuten. Ich nutze die Meditation und auch die Yoga-Übungen von Mady Morrison auf YouTube.


Die App 7Minds bietet ebenfalls Meditations- und Achtsamkeits-Übungen an. Einige Krankenkassen übernehmen präventiv sogar die Kosten für die App.



A = Affirmationen

Beginne deinen Tag mit einer positiven Affirmation, um dich zu motivieren. Affirmationen gelten zu den effektivsten Methoden, die eigenen Ziele selbstbewusster und schneller zu erreichen. Du kennst sicherlich deine negativen Glaubenssätze selbst am besten, die sich leider oft auch erfüllen (Selffulfilling Prophecy). Das sind Eigenschaften, die dich seit deiner Kindheit verfolgen (Ich habe keinen Orientierungssinn, ich habe kein Talent für Mathematik oder Sprachen - um nur einige Beispiele zu nennen). In den meisten Fällen blockierst du dich damit selbst, bestätigst damit die Annahme und verstärkst deine negativen Glaubenssätze.


Welche Ziele hast du anvisiert und welche Eigenschaften benötigst du dafür? Deine Wunscheigenschaften kannst du im Rahmen deiner Morgenroutine direkt als Affirmation nutzen. Sprich mit dir. Sei nett zu dir. Bei anderen kannst du das doch auch!


Noch Probleme, die richtige Affirmation zu finden? Dann schau doch mal hier:


V = Visualisierung

Mit der Visualisierung als Gewohnheit lässt du deine Wünsche, deine Zukunft vor deinem inneren Auge abspielen und trickst damit dein Gehirn aus. Das kann nämlich nur schwer zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Du wirst mit der Visualisierung deiner Ziele um ein Vielfaches routinierter und entspannter die kommenden Herausforderungen angehen.


Tipps:

  • Häng die ein Foto an den Kühlschrank oder deine Pinwand. Dann hast du dein Ziel täglich vor Augen.

  • Schreib' dir dein/e Ziel/e auf eine kleine Karte, die in dein Portemonnaie passt. Schaue dir die Karte so oft wie möglich an.

  • Kennst du ein Moodboard? Hier kannst du kreativ werden: Wo und vor allem wie siehst du dich in Zukunft? Sammele Bilder, drucke oder schneide sie aus - wie damals in der Schule - und klebe sie auf einem Blatt oder Karton auf. Oder baue dir dein Moodboard bei Canva. Egal wie du dein Moodboard gestaltest: Hänge deine Träume sichtbar auf und schaue sie dir regelmäßig an.



E = Exercise

Ich erzähl dir hier nichts neues: Sport ist gesund. Seit Corona und nach langen oder anhaltenden Homeoffice-Phasen wissen viele erst, wie wichtig Bewegung ist. Der Nachteil: Man muss seine Komfortzone verlassen und seinen inneren Schweinehund besiegen. Das fällt vielen nicht leicht. Aber gerade am Morgen ist eine Sporteinheit wichtig. Sie macht dich wach, schafft geistige Klarheit und hält dein Energieniveau sowie deine Produktivität den ganzen Tag aufrecht. Mir geht es oft so, dass ich die Sporteinheit auf den Abend verschiebe. Leider klappt das so gut wie nie, weil ich meistens länger arbeite als ich will, um Dinge abzuschließen oder es warten andere Aufgaben.


Wir reden hier nicht von einem 10-km-Lauf. Ich sage mir immer, alles ist besser als nichts. Wer das Buch Die 1% Methode kennt, weiß, dass man auch mit kleinen oder kurzen Einheiten zum Ziel kommt. Also bitte die eigenen Ziele nicht zu hoch stecken, sondern realistisch bleiben. Ich mache morgens ein paar kleine Übungen (Kniebeugen, Ausfallschritt usw.) für mein lädiertes Knie. Du kannst aber auch einfach bei Mady (s.o. Stille) bleiben und z.B. eine Yoga-Einheit machen (Sonnengruß). Ist Yoga nicht dein Fall, hol dir Tipps bei Fitforfun – ich bin immer begeistert von den Fitness- und Ernährungstipps, die ich via Instagram erhalte.


R = Reading

Informiere dich über die wichtigsten Nachrichten, die für dich relevant sind und werde Experte auf deinem Gebiet. Oder lese inspirierende Texte. Lesen erweitert nicht nur unseren Wortschatz, sondern führt nachweislich zur Stressreduktion, stärkt die Aufmerksamkeit und Konzentration und fördert die mentale Leistungsfähigkeit. Zudem eignen wir uns Wissen an – ganz egal ob Sachbücher, Romane, Fachbeiträge usw. - bleib am Ball. Halte deine grauen Zellen fit. Das beugt außerdem Demenz und Co. vor. Bei dem heutigen Tempo und dem Informations-(Über-)Fluss ist lebenslanges Lernen ein absolutes MUSS.



S = Schreiben

Den meisten von uns geht es ziemlich gut. Natürlich wissen wir das auch, trotzdem beklagen wir uns dauernd, sind unzufrieden oder regen uns über Lappalien auf. Wenn du dich auf das konzentrierst, wofür du dankbar bist, werden Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet. Nutze diese positive Kraft doch gleich mal in deiner neuen Morgenroutine.

Vielleicht schreibst du schon Tagebuch oder betreibst Journaling? Falls nicht, schreibe einfach auf, wofür du dankbar bist.

Eine süße Idee: das Motivations-Glas. Schreibe auf einen kleinen Zettel auf, wofür du dankbar bist und sammele diese in einem Glas. So kannst du auf schöne Momente immer zugreifen.

Das waren die Life-S.A.V.E.R.S. - die Lebensretter für deinen Miracle Morning.



Fazit

Wer gleich von 0 auf 100% startet, konzentriert sich auch gleich auf alle Probleme, die der Alltag so mit sich bringt. Dass man mehr vom Tag hat, weil man schnellstmöglich mit der Arbeit beginnt, ist ein Trugschluss. Denn so beginnt gleich nach dem Aufstehen ein stressiger Tag.


Du kannst noch so viele Zeitmanagement-Systeme ausprobieren, die Aufgaben nehmen kein Ende. Du kannst aber mit verschiedenen Systemen wenigstens deine Aufgaben priorisieren, um effektiver und konzentrierter zu arbeiten.

Mit dem Miracle Morning gibst du deinem Tag eine neue Struktur, die dich den ganzen Tag positiv beeinflusst.


Guter Morgen = guter Tag = gute Woche, auf die man dann wieder positiv zurückblicken kann.


Viel Spaß dabei!


Bildquellen

Pixabay.com



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