Effektives E-Mail Marketing

Mache aus deinen Interessenten Kunden

Effektives E-Mail Marketing
Effektives E-Mail Marketing

In sozialen Netzwerken setzt du gekonnt deine Produkte in Szene. Hier erstellst du kreativ einzigartige Stories für mehr Aufmerksamkeit oder Reels und Pins für mehr Reichweite. Du kennst dein Angebot und deine Zielgruppe und weißt genau, welchen Mehrwert dein Produkt oder deine Dienstleistung für deine Kunden bietet. Aber wissen deine potenziellen Kunden*innen das auch?

Eine sehr gute Möglichkeit, Interessent*innen direkt anzusprechen, dich wieder in Erinnerung zu bringen, auf Angebote aufmerksam zu machen, ist eine eigene E-Mail-Liste. Mit einem personalisierten E-Mailing ist die Wahrscheinlichkeit am größten, aus deinem Follower, Fan oder Abonnenten einen Käufer zu machen.


Ich habe für dieses Thema eine Expertin gesucht und gefunden. Irene Theiß hat sich auf das Thema E-Mail-Marketing und Newsletter fokussiert und unterstützt ihre Kunden*innen bei der Auswahl und der Implementierung von E-Mail-Programmen und bei der professionellen Umsetzung von E-Mailings, die konvertieren – z. B. mit Hilfe von SendinBlue.


In diesem Leitfaden teilt sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen und erklärt, warum E-Mail-Marketing besonders nachhaltig ist und welche Chancen du für dich und dein Unternehmen nutzen solltest. Vorweg aber noch ein paar Fakten.


Der Konkurrenz voraus

Statistisch gesehen sind nur 3% deiner Zielgruppe aktiv auf der Suche nach einem passenden Angebot. 47% agieren passiv. Das Problembewusstsein ist bei dieser Gruppe bereits da, aber auch die Unsicherheit: Der Pain oder Leidensdruck ist noch nicht groß genug, es mangelt möglicherweise noch an Informationen – manchmal auch an Ressourcen, die (noch!) nicht verfügbar sind (monetär und/oder personell).

Weitere 50% sind komplett ohne Problembewusstsein. Sie wissen noch gar nicht, dass dein Produkt oder deine Dienstleistung ihr Leben erheblich vereinfachen oder verschönern könnte. Während sich die meisten um die 3% an der Spitze streiten, holst du mit einer eigenen E-Mail-Liste die ganzen 100% und begleitest sie auf dem Weg zur Kaufentscheidung.

Schnelligkeit

Eine eigene E-Mail-Liste aufzubauen, ist keine Sache von Jahren. Social Media Kanäle, auf denen sich deine Zielgruppe bewegt, helfen dir dabei. Mit Freebies, Tipps und Tricks, Webinaren oder einem attraktiven Download-Angebot kannst du in wenigen Wochen Newletterabonnenten*innen gewinnen.


Qualität der Kontakte

Der Grund, warum viele Unternehmer Instagram-, Facebook- und LinkedIn-Profile erstellen, ist die Reichweite, die durch Social Media Marketing steigen soll. Mit einem passenden Angebot für deine Zielgruppe, baust du dir die E-Mail-Liste aus deinen Interessenten*innen auf. Weil sie sich bereits für deine Inhalte interessieren und mehr über dich oder deine Themen erfahren möchten, ist die Qualität der Kontakte schon deutlich höher als z.B. bei einem Gewinnspiel.


Kaufquote

Kein anderes Online-Tool hat eine so hohe Kaufquote wie E-Mails. Der Grund dafür ist, dass wir E-Mails gewohnt sind. Egal ob B2B oder B2C – 99 % der Menschen mit einer E-Mail-Adresse kontrollieren täglich ihren Posteingang. Laut Statistik ist die Kaufquote im E-Mail-Marketing siebenmal so hoch wie über Social Media.

Sicherheit und Kapital

Eine E-Mail-Liste bedeutet Sicherheit und Kapital. Warum? Weil sie einen Pool an Menschen aus deiner Zielgruppe darstellt, die dich oder deine Marke bereits kennen und Vertrauen zu dir aufgebaut haben. Jetzt bist du dran, diese zu penetrieren, dein Angebot zu optimieren, ggf. zu verknappen und zu zeigen, dass du das Problem deiner Zielgruppe lösen kannst. Jede E-Mail an deine Liste, die ein Angebot enthält, bietet dir die Möglichkeit, Umsatz zu erwirtschaften. Egal, ob du ein neues Produkt auf den Markt bringst oder eine bestehende Leistung anbietest. In deiner Liste sind Interessent*innen, die vielleicht schon beim nächsten Touchpoint bereit sind, von dir zu kaufen.



E-Mail-Marketing in der Praxis

Irene Theiß ist selbstständige Marketingberaterin. Sie zeigt Selbstständigen und kleinen Unternehmen, wie diese Kunden*innen mit E-Mail-Marketing und Pinterest erreichen.

Im Interview beantwortet sie uns ein paar Fragen:


Irene, welche Vorteile siehst du im E-Mail-Marketing?

Mit E-Mail-Marketing baue ich Vertrauen und Nähe zu Lesern*innen auf. Ich kann sie zielgerichtet ansprechen und an mein Unternehmen binden.

Während ich bei Social Media Kanälen für alle Follower die gleichen Inhalte bereitstelle, kann ich im E-Mail-Marketing die Inhalte personalisieren. So kann ich neue Leser*innen mit einer Willkommens-Serie begrüßen. Und später Angebote gezielt an die Personen versenden, die sich für ein Thema interessieren oder die ähnliche Produkte gekauft haben.

Der Zeitaufwand für E-Mail-Marketing ist überschaubar und gut planbar. Newsletter kann ich vorbereiten und den Versandtermin festlegen. Und E-Mail-Serien machen es möglich, dass Nachrichten für jeden Leser*in individuell verschickt werden. Und schließlich: Den Erfolg von E-Mail-Marketing kann ich sehr gut auswerten und vergleichen. Im Newsletter-Programm sehe ich für jeden versendeten Newsletter und jede E-Mail-Serie, wie viele Empfänger die E-Mail geöffnet haben (Öffnungsrate). Wie viele Empfänger haben einen Link angeklickt? Und welcher Link (und damit welches Angebot) wurde wie oft geklickt? In Kombination mit den Kennzahlen meiner Website kann ich erfassen, welche Bestellungen oder andere Aktionen durch die E-Mail ausgelöst wurden. Diese Informationen geben wertvolle Hinweise für künftige E-Mails – und sind gleichzeitig eine kleine Kundenumfrage.


Zu welchen Produkten und Tools rätst du deinen Kunden?

Ich achte beim Auswahl des passenden Newsletter-Programms auf diese Kriterien:

  • Server in Europa

  • deutschsprachiger Support

  • Datenschutzvorgaben werden verständlich umgesetzt (Double-OptIn-Verfahren, Vertrag zur Auftragsverarbeitung )

  • Anbindung an verwendete Tools und Produkte (beispielsweise Onlineshop-Software)

  • monatliche Kosten lassen sich flexibel anpassen, wenn E-Mail-Liste größer wird

Für meinen eigenen Newsletter nutze ich Sendinblue, weil ich damit Automationen erstellen kann (um Freebies automatisch zu verschicken) und das Preismodell sehr ansprechend ist.

Sendinblue ist kostenlos bis 300 E-Mails pro Tag. Danach sind die monatlichen Kosten abhängig von der Anzahl der versendeten E-Mails.

Für meine Kunden arbeite ich auch mit deutschen Anbietern wie rapidmail und CleverReach.


Was hältst du von den E-Mail-Tools der Webseiten Anbieter wie Wix oder Jimdo? Ist das nicht viel einfacher als sich in ein neues Programm wie SendInBlue einzuarbeiten?

Ein Anmeldeformular und das Double-OptIn-Verfahren einzurichten ist vergleichbar aufwändig. Bei den Tools von Website-Anbietern habe ich den Vorteil, dass ich die Benutzeroberfläche bereits kenne. Aber Newsletter-Programme wie Sendinblue bieten mir drei Vorteile.

  • Sie sind darauf eingestellt, neuen Nutzern das Einrichten des Programms zu erleichtern. Sie bieten nicht nur vorbereitete Formulare und E-Mail-Vorlagen an. Auch der Hilfebereich, die Support-Mitarbeiter und ausführliche Erklärvideos unterstützen den Start.

  • Das Risiko, dass meine E-Mails als Spam bewertet werden, sinkt. Newsletter-Programme legen sehr großen Wert auf gute Zustellungsraten. Sie lassen sich beispielsweise von der Certified Senders Alliance (CSA) zertifiziert. So werden E-Mails über Server versendet, die E-Mail-Provider als sicher bewerten. Zudem achten sie darauf, dass Newsletter nur an gültige E-Mail-Adressen und nur mit OptIn-Bestätigung verschickt werden.

  • Die E-Mail-Tools der Website-Anbieter haben nur eingeschränkte Funktionen. Wer E-Mail-Marketing zielgerichtet nutzt, benötigt mittelfristig Automationen, Personalisierungs-Funktionen und Flexibilität beim Newsletter-Design. Aus diesen Gründen das Programm zu wechseln ist deutlich aufwändiger, als von Anfang an mit einem Newsletter-Programm zu starten.


Wie baust du deine E-Mail Liste auf?

Der Aufbau meiner E-Mail-Liste ist mein wichtigstes Ziel beim Marketing. Ich nutze Social Media Kanäle nur als Ergänzung. Mein Fokus liegt auf meinem Blog. Ich schreibe Blogartikel zum Thema Newsletter-Marketing, die über Pinterest und über Google auffindbar sind. Wenn Interessenten dann auf meinem Blog landen, ist es mein Ziel, dass sie sich als nächstes für meinen Newsletter anmelden. Deswegen weise ich in jedem Blogartikel auf ein Freebie hin, das inhaltlich zum Thema passt. Zu Beginn ist es mir leichter gefallen, ein Freebie zu bewerben, als den eigentlichen Newsletter. Denn mit einem Freebie biete ich eine Gegenleistung dafür, dass mir ein Interessent seine E-Mail-Adresse und damit sein Vertrauen schenkt. Egal, ob ich ein Freebie oder den Newsletter direkt bewerbe: Mir ist es wichtig, deutlich den Nutzen zu kommunizieren und die Frage „Was habe ich davon?“ zu beantworten.


Welche Social Media Kanäle funktionieren bei dir am Besten?

Über Facebook erreiche ich Selbstständige, die noch keinen Newsletter haben und nun starten wollen. Ich bin hier hauptsächlich in Gruppen aktiv und vernetze mich direkt. Über LinkedIn erreiche ich eher Personen, die bereits Newsletter-Marketing einsetzen und an weiterführenden Tipps interessiert sind. Hier lese ich gerne Beiträge, mit denen ich mich im Bereich E-Mail-Marketing weiterbilden kann.


Wie lange dauert es, eine E-Mail-Liste aufzubauen?

Der Aufbau der E-Mail-Liste ist eine dauerhafte Aufgabe. Wie viele neue Leser*innen pro Monat hinzukommen, ist abhängig von der Anzahl der Website-Besucher*innen oder Onlineshop-Käufer*innen und von den Werbemaßnahmen. Wer nur im Website-Footer einen Link zum Anmeldeformular platziert, wird keine Liste aufbauen können. Der Newsletter muss optisch präsent sein und aktiv beworben werden. Mit dem Argument „Auf dem Laufenden bleiben“ werden sich keine Interessenten überzeugen lassen, noch mehr E-Mails zu erhalten. Ein Freebie oder ein Rabattcode, aber auch Aktionen wie Webinare oder Offline-Werbung, erleichtern den Listenaufbau sehr. Besonders, wenn diese Angebote mit Facebook Ads oder anderen Anzeigen beworben werden, wird die Liste schnell anwachsen. Dabei entscheidet nicht nur das Werbebudget, wie viele Leser hinzukommen, sondern auch die Qualität des Angebots und der folgenden Newsletter. Aber auch ohne Freebie und ohne Werbebudget kann der Newsletter beworben werden. E-Mail-Empfänger haben oft eine stärkere Bindung zum Unternehmen als Social Media Follower. Für sie sind ein Blick hinter die Kulissen, frühzeitige Infos über Rabattaktionen oder ausführliche Produktvorstellungen interessant. Diese Art des Listenaufbaus ist langwierig, aber die Leser*innen haben eine stärkere Bindung ans Unternehmen.


Vielen Dank für den Einblick in dein Business und dass du deine Erfahrungen mit uns teilst, Irene.

Ihr wollt jetzt starten? Dann holt euch Tipps und Trick vom Profi. Abonniert den Newsletter von Irene und verpasst keine News mehr.

Hier noch ein Freebie: Fahrplan für Newsletter-Anfänger: In 12 Schritten zum Anmeldeformular (irenetheiss.de)


Quellen:

Pixabay

Canva


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